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Archiv für die Kategorie „Pädagogik“

Die Kraft der positiven Sprache

Als Trainer bemühst du dich, die richtigen Worte zu finden, wenn du versuchst, mit deinem Team oder einzelnen Spielern in bestimmten Situationen zu kommunizieren. Ob vor einem großen und wichtigen Spiel, nach einer Niederlage oder während einer Spielsituation mit einem einzelnen Spieler oder einem Mannschaftsteil, gilt es immer wieder Dinge und Maßnahmen anzusprechen, die es zu überwinden oder zu korrigieren gilt. Es ist erfolgsentscheidend, gute Ideen und Verbesserungschancen in die richtigen Worte zu fassen. Das ist mit einer der wichtigsten Faktoren im Teammanagement, dem Teamerfolg und den individuellen Motivationsfaktoren der jeweiligen Spieler. Es gibt immer eine Notwendigkeit, in der Lage zu sein, das Richtige zur richtigen Zeit zu sagen. Positives Feedback und zielorientierte Instruktionen sowie zielorientierte Fragen helfen dir, diese Ziele zu erreichen.

Der Hauptgrund für ein positives Feedback und eine positive und aktive Formulierung ist, dass der Verstand nicht besonders gut darin ist, verneinende Anweisungen zu verarbeiten. Zum Beispiel wenn ich sage: „Denke nicht an die Farbe Schwarz“, woran denkst du? Sicherlich denkst du dann genau an das, worum du gebeten wurdest, nicht zu tun!

Das Verwenden des Prinzips einer positiven Formulierung bedeutet, dass du ansprechen sollst, was anstatt dem „nicht gewollten“ gewollt ist. Also nicht: „Du sollst nicht auf den Ball warten und stehen bleiben!“, sondern: „Bewege dich immer hin zum Ball!“ Dieser Ansatz kann eine sehr mächtige positive Wirkung auf den Verstand haben, und dennoch sagen viele Trainer immer noch Spielern, was sie nicht wollen und deshalb verneinende Gedanken produzieren. „Wenn du schießt, solltest du das Ziel nicht verfehlen“ ist ein weiteres negatives Beispiel. Wäre es nicht besser, den Spieler anzuweisen, wenn er schießt, das Ziel zu treffen? Phrasen wie „sich nicht verheddern“, „den Ball nicht verlieren“, oder „das Spiel nicht verlieren“ können alle durch positive Formulierungen ersetzt werden. Z.B.: „Versuche möglichst frühzeitig einen klaren und schnellen Ball zu spielen“, „Lass uns den Ball möglichst sicher in unseren eigenen Reihen halten“, „du bist in der Lage den Ball zu behaupten“, „ihr könnt das Spiel gewinnen“, usw.

Zum Beispiel kannst du als Trainer zu einem taktischen Fehler während eines Spiels sagen: „du Idiot, wieso machst du das schon wieder falsch“. Eine günstigere, positivere Formulierung könnte eine konkrete Frage sein: „Hast du gemerkt, was passiert ist? Hast du schon eine Idee, wie du diese Situation verbessern könntest oder auch anders lösen könntest“?

Du wirst sehr schnell feststellen, dass es ziemlich leicht ist, auf diese Art und Weise mit deinen Spielern zu sprechen. Die Erfolge werden sich sehr schnell einstellen. Es gibt zahlreiche Beweise dafür, wie dieser Ansatz hilft, durch die Antworten deines Spielers seine individuelle Leistung anzukurbeln.

In diesem Sinne wünsche ich dir zukünftig eine gelingende Ansprache. Bis demnächst . . .

Gruß Jörg

1. Prinzip: Lernen

Wenn du dich auf den Weg des Lernens begibst, solltest du anerkennen, dass es nie nur bergauf geht. Ganz gleich, welche Fertigkeit du erwerben willst, der Lernvorgang folgt stets der „Kurve der Meisterschaft“. Das heisst, dass du nach dem ersten Lernen eine relativ kurze Phase des Fortschritts erlebst. Danach fällst du wieder zurück auf ein etwas niedrigeres Niveau. Auf diesem Niveau oder auch „Plateau“ genannt, bleibst du dann oft lange Zeit. Es kommt dir vor, als würdest du auf der Stelle treten. Erst wenn du auf diesem Niveau kontinuierlich weiterübst, stellt sich neuer Fortschritt ein. Das unterscheidet Spitzensportler, überragende Künstler oder erfolgreiche Manager vom Durchschnitt: Nach Phasen der Rückschläge und Erfolglosigkeit versuchen sie es noch einmal. Wo andere frustriert sind und aufgeben, machen sie unbeirrt weiter – mit „längerem Atem“.

2. Prinzip: Übung

„Üben“ leitet sich im Chinesischen von dem Wort für „Weg“ ab. Üben heißt: Eins werden mit dem Weg. Oder, in unserer westlichen Sprache formuliert: Beginne dein Standardniveau zu lieben (siehe 1. Prinzip). Schau der Tatsache ins Auge, dass du dich vorwiegend auf den Niveaus zwischen den Höhepunkten befindest. Sei nicht enttäuscht darüber, sondern sieh die Phasen geduldiger Anstrengung als ebenso notwendig an, wie die Momente sprunghaften Fortschritts und deines Erfolgs. Dies gilt für das Erlernen einer Sportart ebenso wie für deine berufliche Karriere oder deine persönliche Entwicklung.

3. Prinzip: Hingabe

Kennst du die Situation, dich in einer Fremdsprache, die du nicht perfekt beherrschst, mit Menschen über ernsthafte Themen zu unterhalten? Verbal zu stolpern, zu suchen, auf all die kleinen rhetorischen Feinheiten der Muttersprache verzichten zu müssen? Die Erkenntnis lautet: Jedes Erlernen einer Fähigkeit bringt ein Maß an Demütigung mit sich. Unzählige Male musst du bestimmte Grundtechniken wiederholen, endlose Male wirst du nur das sehen, was du noch nicht beherrschst. Deshalb muss bei vielen Lernvorgängen das Ziel welches du anstrebst so stark sein, dass du die Wiederholungen und das Auf-der-Stelle-Treten willig in Kauf nimmst. Finde das Ziel in dir selbst. Das ist Hingabe. Die Ursache für Langeweile und das Aufgeben von Lernvorgängen liegt in der zwanghaften Suche nach etwas Neuem und in der Sucht nach ständigem Fortschritt. Hingabe aber bedeutet, den Geist des Anfängers zu kultivieren: wie am Beginn staunen über die einfachen Dinge des Spiels, das Passen, das Schießen, das Freilaufen, den Zweikampf, den Willen, das miteinander reden, die speziellen Bewegungen im Futsal etc. Hingabe bedeutet. Damit erhältst du dir die Freude am Spiel und kannst die unzähligen Stunden zwischen Start und Ziel bewusst erleben.

4. Prinzip: Intention

Intentionales Lernen bedeutet, sich nicht nur das Ziel, sondern den gesamten Ablauf eines Spiels und einer Bewegung vorstellen zu können. Der Golfspieler imaginiert den Flug des Balls, der Musiker hat den Spannungsbogen des gesamten Stücks vor seinem geistigen Ohr, der Schüler sieht vor dem inneren Auge, wie er immer besser wird. Nimm dir Zeit, um dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Vermeide Hast. Dann wirst du meist viel schneller dein Ziel erreichen und fühlst dich hinterher wesentlich besser.

5. Prinzip: Wagnis

Es gibt keine Meisterschaft ohne Risiko. Der Aufstieg von einem Lernniveau zum nächsten ist häufig ein waghalsiger Sprung. Nach langem Üben und Wiederholen des ewig Gleichen kommt irgendwann der Moment, ab dem du dich auf deine erworbenen Fähigkeiten verlassen oder sie ausprobieren musst. Das kann dann beispielsweise genau in dem Spiel passieren, das für dich besonders wichtig ist.

Bist du als Spieler immer voll motiviert? Oder weißt du als Trainer die Motivationsenergien deiner Spieler frei zu setzen?
Was treibt dich an?

Nach dem amerikanischen Motivationsexperten Richard Lavoie gibt es grundsätzlich acht Arten von Motivationsenergien, deren Bedeutung jedoch von Mensch zu Mensch verschieden ist. Während dem einen z. B. Anerkennung von außen wichtig ist, wird ein anderer stark durch Neugier angespornt Neues zu lernen.

Der Trick: Wenn du dein Motivationsprofil bzw. das deiner Spieler kennst, hast du es leichter im Trainings- und Lernprozess – und wirst aufmerksamer für die Motivationsbedürfnisse anderer.

1. Status / 2. Anerkennung

Deine Motivationsenergien: Dieser Spielertyp legt großen Wert darauf, etwas zu gelten und mit seinen eigenen Leistungen anerkannt zu werden. Demotiviert wird er durch Kritik oder Missachtung. Entsprechend stark ist seine Angst vor Fehlern.

futsaltraining-Tipp: Hol dir die Anerkennung, die du brauchst, statt insgeheim darauf zu warten. Bitte Freunde aus deiner Mannschaft und auch deinen Trainer ganz direkt, um regelmäßiges positives Feedback. Gib dir aber auch selbst Anerkennung, indem du dir deine eigenen Stärken vor Augen führst.

3. Gesellschaftstrieb / 4. Zugehörigkeit

Deine Motivationsenergien: Als Teil einer festen Gruppe bzw. dort, wo viele Zuschauer zusammenkommen, bist du in deinem Element. Demotiviert wirst du durch Einzelkämpfersituationen und Nichtbeachtung beim Zusammenspiel.

futsaltraining-Tipp: Verhilf dir selbst in solchen Situationen zu noch mehr Gemeinschaftsgefühl, indem du einmal ähnlich agierst wie der Einzelspieler und nach dem Ergebnis der Aktion dich besser in diese Situation hineindenken und –fühlen kannst. Wichtig für das direkte Zusammenspiel und das Team: Stell den Wunsch nach intensivem Miteinander und Kombinationsspiel nicht über die Team-Ziele.

5. Unabhängigkeit

Deine Motivationsenergien: Als Macher willst du deine Ziele so schnell wie möglich erreichen. Dafür wendest du viel Energie auf. Du entscheidest am liebsten im Alleingang. Demotiviert wirst du durch Teambildungsroutinen und endlose Diskussionen.

futsaltraining-Tipp: Diese Spieler wollen auch mal Zusatzaufgaben, die sie überwiegend in Eigenregie durchführen können, also Spieler, die sich im Lernprozess selbst Dinge beibringen und es im Training den anderen vormachen.

6. Neugier

Deine Motivationsenergien: Du bist zu jeder Zeit rundum interessiert. Dein unstillbarer Wissensdurst macht das Lernen für dich zum Genuss. Demotiviert wirst du, wenn dir Informationen und Lernprozesse vorenthalten werden.

futsaltraining-Tipp: Trainingseinheiten, in denen Neues und sportartübergreifendes trainiert wird, verleihen dir Flügel. Nutze einfach jede Möglichkeit, um auch unterschiedliche Sportarten und Disziplinen auszuprobieren– sowohl Medien (Fachzeitschriften, Bücher, Internet) als auch Gespräche und spezielle Spielformen.

7. Angriffslust / 8. Macht

Deine Motivationsenergien: Du gehst häufig auf Konfrontationskurs und nimmst gern Einfluss. Es ist dir wichtig, das Sagen zu haben. Demotiviert wirst du durch Ungerechtigkeiten, denen du dich hilflos ausgesetzt fühlst.

futsaltraining-Tipp: Gewinne an Autorität, indem du Leaderqualitäten zeigst und deine Mitspieler anspornen, loben und motivieren kannst.

So, und nun raus oder rein in die Halle und kicken!

Als Trainer und Coach von Kindern und Jugendlichen hast du die Verantwortung, den Kids zu einem gesunden Selbstwertgefühl zu verhelfen. Je nachdem, wie spezifisch du das machst, führt das automatisch dazu, dass sich die Kinder durch Kritik von aussen nicht automatisch die Motivation zerstören lassen.

Es ist also nicht entscheidend, dass du Anerkennung und Lob aussprichst, sondern wie du konkret lobst und Anerkennung aussprichst!

„Das Dribbling und die Körperfinte hast du toll gemacht!“ – Mit solch einem spezifischen Lob – in diesem Beispiel für ein Dribbling – kannst du die Kinder optimal fördern. Versuche dieses Wissen auch den Eltern der Kinder zu vermitteln, damit das Loben gleich auf mehreren Ebenen wirkt.

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Liebe Juniorentrainer und Futsalbegeisterte Trainerkollegen,

gerne möchte ich Sie in der Arbeit mit Ihren Kindern unterstützen. Dazu stelle ich Ihnen in diesem Blog immer wieder interessante Trainingseinheiten, -konzepte und -lösungen vor. Um diese Trainingspläne optimal umsetzen zu können ist es sinnvoll, die folgenden Punkte zu beachten:

Trainingseffizienz

Führe jede Übung mit Ball durch. Jede Minute ohne Ball ist kostbare Zeit, die verloren ist.

Baue dein Trainingsprogramm schon vor dem Training auf, damit keine wertvolle Trainingszeit verloren geht. Wenn dies zeitlich nicht möglich ist, sollen die Kinder sich mit dem Ball beschäftigen, während aufgebaut wird. (Jonglieren, Passen, Stoppen, etc).

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Regeln im Umgang mit Kindern beim Futsaltraining:

Beim Umgang mit Kindern und Jugendlichen solltest du immer verschiedene Aspekte und Werte in den Mittelpunkt stellen. Viele dieser Aspekte kannst du als Grundhaltung ansehen, um als Junioren-Coach erfolgreiche Arbeit zu leisten:

1. Als Trainer gehst du gerne ins Training

Deine Begeisterung am Fußball überträgst du auf deine Gruppe. Als Trainer und Coach lebst du deine Ideale vor.

Finde heraus, was dich an der nächsten Trainingseinheit motiviert:

  • an einer Technik, Taktik;
  • neuen methodischen Weg probieren;
  • soziale oder mentale Probleme bewältigen;
  • neue Materialien verwenden (z.B. Video);
  • neue Übung ausprobieren.

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Heute dachte ich, dass ich zwei der meist gestellten Fragen beantworte, die Trainer im Rahmen ihrer Arbeit als Jugendtrainer wissen wollen.

Was ist die wichtigste Aufgabe beim trainieren von Kindern und Jugendlichen?

Taktik schulen oder Fähigkeiten verbessern?

Aus meiner Perspektive ist es die individuelle Verbesserung von Fähigkeiten und Fertigkeiten. Welches System und welche Taktik du während eines Spiels auch einsetzt, 4-3-3, 3-4-3, 3-5-2, oder im Futsal, dem unteren Juniorenbereich im 7er und 9er Feld entsprechende Systeme, der Erfolg wird immer auf die jeweiligen Fähigkeiten deiner Spieler begrenzt sein. Deshalb solltest du dich gerade am Anfang sehr stark auf das trainieren der individuellen Fähigkeitsentwicklung konzentrieren. Entwickele bessere Spieler und du entwickelst automatisch ein besseres Team. Dazu macht es gerade am Anfang Sinn, den Futsalball mit zu integrieren, um den Kindern das Stoppen des Balles zu erleichtern und damit auch noch Aufmerksamkeit zur Verfügung zu haben um andere Dinge gleichzeitig mit zu erlernen.

Wie gestalte ich Trainingsspaß?

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Dieser Blog möchte innovative Trainingsformen, -übungen und -equipment für das Futsal- und Fussballtraining vorstellen und diskutieren sowie über Projekte informieren, die die individuelle Förderung von Sportspieltalenten im Bereich des Fußballs zum Ziel haben. Hierzu möchten wir dich im Speziellen auch für den Futsal bzw. den Hallenfußball 2.0 begeistern!

Denn: „Fußball & Futsal sind ein Kinderspiel . . .!   Mit Kopf, Ball und schnellen und starken Beinen“ – Findest du auch?

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