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Archiv für die Kategorie „Lernen“

1. Entwickele deine Kommunikationsfähigkeiten und auch die deiner Spieler

2. Höre nie auf zu lernen – sei es Neues, oder was viel schwieriger ist, bereits gelerntes wieder zu „verlernen“ um Neues zu integrieren

3. Lerne aus Fehlern – das müssen nicht immer Eigene sein

4. Führe einen gesunden Lebensstil

5. Führe mit Herz und nicht nur mit deinem Verstand

6. Liebe deine Arbeit – einen aktuell gesehenen schönen Film, den ich dir hierzu empfehlen kann, heisst: target=“_blank“>Larry Crowne

7. Zeige Enthusiasmus, Mut, Energie und Lebensfreude

8. Konzentriere dich auf die Entwicklung & Performance deiner Spieler und nicht so sehr auf das Ergebnis eines Spiels

9. Achte auf ein gesundes Verhältnis von Anspannung und Entspannung, von Training und Pause oder Erholung

10. Plane deine Aktivitäten

Die Kraft der positiven Sprache

Als Trainer bemühst du dich, die richtigen Worte zu finden, wenn du versuchst, mit deinem Team oder einzelnen Spielern in bestimmten Situationen zu kommunizieren. Ob vor einem großen und wichtigen Spiel, nach einer Niederlage oder während einer Spielsituation mit einem einzelnen Spieler oder einem Mannschaftsteil, gilt es immer wieder Dinge und Maßnahmen anzusprechen, die es zu überwinden oder zu korrigieren gilt. Es ist erfolgsentscheidend, gute Ideen und Verbesserungschancen in die richtigen Worte zu fassen. Das ist mit einer der wichtigsten Faktoren im Teammanagement, dem Teamerfolg und den individuellen Motivationsfaktoren der jeweiligen Spieler. Es gibt immer eine Notwendigkeit, in der Lage zu sein, das Richtige zur richtigen Zeit zu sagen. Positives Feedback und zielorientierte Instruktionen sowie zielorientierte Fragen helfen dir, diese Ziele zu erreichen.

Der Hauptgrund für ein positives Feedback und eine positive und aktive Formulierung ist, dass der Verstand nicht besonders gut darin ist, verneinende Anweisungen zu verarbeiten. Zum Beispiel wenn ich sage: „Denke nicht an die Farbe Schwarz“, woran denkst du? Sicherlich denkst du dann genau an das, worum du gebeten wurdest, nicht zu tun!

Das Verwenden des Prinzips einer positiven Formulierung bedeutet, dass du ansprechen sollst, was anstatt dem „nicht gewollten“ gewollt ist. Also nicht: „Du sollst nicht auf den Ball warten und stehen bleiben!“, sondern: „Bewege dich immer hin zum Ball!“ Dieser Ansatz kann eine sehr mächtige positive Wirkung auf den Verstand haben, und dennoch sagen viele Trainer immer noch Spielern, was sie nicht wollen und deshalb verneinende Gedanken produzieren. „Wenn du schießt, solltest du das Ziel nicht verfehlen“ ist ein weiteres negatives Beispiel. Wäre es nicht besser, den Spieler anzuweisen, wenn er schießt, das Ziel zu treffen? Phrasen wie „sich nicht verheddern“, „den Ball nicht verlieren“, oder „das Spiel nicht verlieren“ können alle durch positive Formulierungen ersetzt werden. Z.B.: „Versuche möglichst frühzeitig einen klaren und schnellen Ball zu spielen“, „Lass uns den Ball möglichst sicher in unseren eigenen Reihen halten“, „du bist in der Lage den Ball zu behaupten“, „ihr könnt das Spiel gewinnen“, usw.

Zum Beispiel kannst du als Trainer zu einem taktischen Fehler während eines Spiels sagen: „du Idiot, wieso machst du das schon wieder falsch“. Eine günstigere, positivere Formulierung könnte eine konkrete Frage sein: „Hast du gemerkt, was passiert ist? Hast du schon eine Idee, wie du diese Situation verbessern könntest oder auch anders lösen könntest“?

Du wirst sehr schnell feststellen, dass es ziemlich leicht ist, auf diese Art und Weise mit deinen Spielern zu sprechen. Die Erfolge werden sich sehr schnell einstellen. Es gibt zahlreiche Beweise dafür, wie dieser Ansatz hilft, durch die Antworten deines Spielers seine individuelle Leistung anzukurbeln.

In diesem Sinne wünsche ich dir zukünftig eine gelingende Ansprache. Bis demnächst . . .

Gruß Jörg

1. Prinzip: Lernen

Wenn du dich auf den Weg des Lernens begibst, solltest du anerkennen, dass es nie nur bergauf geht. Ganz gleich, welche Fertigkeit du erwerben willst, der Lernvorgang folgt stets der „Kurve der Meisterschaft“. Das heisst, dass du nach dem ersten Lernen eine relativ kurze Phase des Fortschritts erlebst. Danach fällst du wieder zurück auf ein etwas niedrigeres Niveau. Auf diesem Niveau oder auch „Plateau“ genannt, bleibst du dann oft lange Zeit. Es kommt dir vor, als würdest du auf der Stelle treten. Erst wenn du auf diesem Niveau kontinuierlich weiterübst, stellt sich neuer Fortschritt ein. Das unterscheidet Spitzensportler, überragende Künstler oder erfolgreiche Manager vom Durchschnitt: Nach Phasen der Rückschläge und Erfolglosigkeit versuchen sie es noch einmal. Wo andere frustriert sind und aufgeben, machen sie unbeirrt weiter – mit „längerem Atem“.

2. Prinzip: Übung

„Üben“ leitet sich im Chinesischen von dem Wort für „Weg“ ab. Üben heißt: Eins werden mit dem Weg. Oder, in unserer westlichen Sprache formuliert: Beginne dein Standardniveau zu lieben (siehe 1. Prinzip). Schau der Tatsache ins Auge, dass du dich vorwiegend auf den Niveaus zwischen den Höhepunkten befindest. Sei nicht enttäuscht darüber, sondern sieh die Phasen geduldiger Anstrengung als ebenso notwendig an, wie die Momente sprunghaften Fortschritts und deines Erfolgs. Dies gilt für das Erlernen einer Sportart ebenso wie für deine berufliche Karriere oder deine persönliche Entwicklung.

3. Prinzip: Hingabe

Kennst du die Situation, dich in einer Fremdsprache, die du nicht perfekt beherrschst, mit Menschen über ernsthafte Themen zu unterhalten? Verbal zu stolpern, zu suchen, auf all die kleinen rhetorischen Feinheiten der Muttersprache verzichten zu müssen? Die Erkenntnis lautet: Jedes Erlernen einer Fähigkeit bringt ein Maß an Demütigung mit sich. Unzählige Male musst du bestimmte Grundtechniken wiederholen, endlose Male wirst du nur das sehen, was du noch nicht beherrschst. Deshalb muss bei vielen Lernvorgängen das Ziel welches du anstrebst so stark sein, dass du die Wiederholungen und das Auf-der-Stelle-Treten willig in Kauf nimmst. Finde das Ziel in dir selbst. Das ist Hingabe. Die Ursache für Langeweile und das Aufgeben von Lernvorgängen liegt in der zwanghaften Suche nach etwas Neuem und in der Sucht nach ständigem Fortschritt. Hingabe aber bedeutet, den Geist des Anfängers zu kultivieren: wie am Beginn staunen über die einfachen Dinge des Spiels, das Passen, das Schießen, das Freilaufen, den Zweikampf, den Willen, das miteinander reden, die speziellen Bewegungen im Futsal etc. Hingabe bedeutet. Damit erhältst du dir die Freude am Spiel und kannst die unzähligen Stunden zwischen Start und Ziel bewusst erleben.

4. Prinzip: Intention

Intentionales Lernen bedeutet, sich nicht nur das Ziel, sondern den gesamten Ablauf eines Spiels und einer Bewegung vorstellen zu können. Der Golfspieler imaginiert den Flug des Balls, der Musiker hat den Spannungsbogen des gesamten Stücks vor seinem geistigen Ohr, der Schüler sieht vor dem inneren Auge, wie er immer besser wird. Nimm dir Zeit, um dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Vermeide Hast. Dann wirst du meist viel schneller dein Ziel erreichen und fühlst dich hinterher wesentlich besser.

5. Prinzip: Wagnis

Es gibt keine Meisterschaft ohne Risiko. Der Aufstieg von einem Lernniveau zum nächsten ist häufig ein waghalsiger Sprung. Nach langem Üben und Wiederholen des ewig Gleichen kommt irgendwann der Moment, ab dem du dich auf deine erworbenen Fähigkeiten verlassen oder sie ausprobieren musst. Das kann dann beispielsweise genau in dem Spiel passieren, das für dich besonders wichtig ist.

Suchst du ein paar Ideen um den Kids heute einige Glückshormone zu verschaffen?

Die geheimnisvollen Nebeneffekte des Lernens – oder – warum Kinder so schnell lernen und Erwachsene normalerweise nicht …

Wusstest du das? Vorschulkinder lernen mit einer Geschwindigkeit von ca. 300 Neurobits pro Tag und Erwachsene ungefähr 20. D.h. Vorschulkinder lernen ungefähr 15 mal schneller als Erwachsene und die wichtige Frage ist –

Warum ist das so?

Wenn ich diese Frage anderen Fussballtrainern stelle, kommen meist Antworten wie diese: „Kinder sind neugierig“ oder „Sie wollen eine Sache intensiver wissen“ oder „Sie sind offener als Erwachsene“.

Alles richtig, aber der Grund liegt wo ganz anders.

Die wirkliche Ursache ist sehr einfach und effektiv:

Unsere Gehirne versuchen uns so zu beeinflussen, das wir weniger unangenehme und dafür mehr angenehme Erfahrungen machen. Und neues Wissen, auch Bewegungswissen zu lernen ist mit angenehmen Gefühlen verbunden. Ganz einfach.

Lass mich das in anderen Worten wiederholen:

Ein Lernerfolg kann high machen. Das kann sogar Suchtcharakter annehmen und dazu führen, dass Kinder immer mehr und neues Wissen, Trix und Dribblings versuchen.

Natürlich läuft das komplett unbewusst, hat aber einen extremen Einfluss auf unser Verhalten.

Ich freue mich immer wenn Neuro-Wissenschaftler die Erklärung oder den Beweis für etwas finden, was ich durch das Futsaltraining mit Kindern längst zu wissen glaube 😉

Vor einiger Zeit hat ein amerikanischer Neurophysiologe namens Irving Biedermann den Nachweis dafür finden können, dass menschliche Gehirne in dem Moment eines erfolgreichen Lernprozesses Glückshormone ausschütten.

Dieser Prozess der Belohnung von Lernerfolgen durch Glückshormone funktioniert nur dann, wenn der oder die Betreffende das Thema auch LERNEN WILL, also selbst motiviert ist.

Bei Kindern ist das der Fall, wenn man sie spielen lässt und ihnen die Möglichkeit gibt, auch am Spiel teilnehmen zu können und darum nutzen sie diesen Mechanismus auch täglich, solange ihnen niemand vorschreibt, was und wie sie zu lernen haben. In diesem Kontext kann der Trainer durch geschickte Fragen coachen um den Lernprozess noch zu vertiefen.

Leider wird dieser Mechanismus in der Schule weitgehend zerstört, dadurch das Kinder immer und immer wieder gezwungen werden, Inhalte zu lernen die für ihr Leben weitgehend bedeutungslos sind. Und das auch noch meist auf nicht gehirngerechte Art, die enorm viel Stress verursacht. Und Stress macht ja bekanntlich dumm.

Jetzt passieren zwei Dinge:
1. Die Lerngeschwindigkeit verlangsamt sich dramatisch
2. Die Einstellung zum Lernen generell wandelt sich von etwas Lustbetontem zu etwas negativem das mit harter Arbeit und unangenehmen Erfahrungen assoziiert wird.

Und da das Gehirn uns wie gesagt unbewusst vor unangenehmen Erfahrungen bewahren möchte, halten wir uns in Zukunft so weit entfernt von Lernerlebnissen wie möglich …

Und so fällt dann die „Lernmenge“ pro Tag von 300 auf 20 Neurobits pro Tag. Kein Wunder oder?

Das mag jetzt alles etwas extrem oder vereinfacht klingen und auch nicht für jeden Menschen gleichermaßen gelten, aber wenn man sich das Thema aus der Vogelperspektive anschaut, dann gibt’s keinen Zweifel:

Wir haben hier ein massives gesellschaftliches Problem das sich mit zunehmender Informationsflut noch deutlich verschärfen wird.

Mir ist dieser emotionale Mechanismus dass Kinder nicht gut lernen, wenn du ihnen die Freude daran wegnimmst, sehr früh klar geworden und heute ist diese Erkenntnis die Grundlage für das kindgerechte und talentfördernde Futsaltraining.

Das Hauptziel in jedem Training ist immer den Kindern ein Spiel nahe zu bringen, das ihnen die Freude am Lernen und die Begeisterung für das Spiel mit dem runden Leder vermittelt.

Und MEINE größte Freude ist zu sehen dass dieser Prozess immer und immer wieder funktioniert und am Ende des Tages die glücklichen Gesichter und leuchtenden Kinderaugen zu erleben.

Das wär’s für heute – wenn du Kommentare, Fragen oder eigene Erfahrungen mit diesem Thema hast – zögere nicht, mir unten in der Box zu schreiben, ok?

Auf deinen Erfolg beim Futsal spielen und lernen!

Bist du als Spieler immer voll motiviert? Oder weißt du als Trainer die Motivationsenergien deiner Spieler frei zu setzen?
Was treibt dich an?

Nach dem amerikanischen Motivationsexperten Richard Lavoie gibt es grundsätzlich acht Arten von Motivationsenergien, deren Bedeutung jedoch von Mensch zu Mensch verschieden ist. Während dem einen z. B. Anerkennung von außen wichtig ist, wird ein anderer stark durch Neugier angespornt Neues zu lernen.

Der Trick: Wenn du dein Motivationsprofil bzw. das deiner Spieler kennst, hast du es leichter im Trainings- und Lernprozess – und wirst aufmerksamer für die Motivationsbedürfnisse anderer.

1. Status / 2. Anerkennung

Deine Motivationsenergien: Dieser Spielertyp legt großen Wert darauf, etwas zu gelten und mit seinen eigenen Leistungen anerkannt zu werden. Demotiviert wird er durch Kritik oder Missachtung. Entsprechend stark ist seine Angst vor Fehlern.

futsaltraining-Tipp: Hol dir die Anerkennung, die du brauchst, statt insgeheim darauf zu warten. Bitte Freunde aus deiner Mannschaft und auch deinen Trainer ganz direkt, um regelmäßiges positives Feedback. Gib dir aber auch selbst Anerkennung, indem du dir deine eigenen Stärken vor Augen führst.

3. Gesellschaftstrieb / 4. Zugehörigkeit

Deine Motivationsenergien: Als Teil einer festen Gruppe bzw. dort, wo viele Zuschauer zusammenkommen, bist du in deinem Element. Demotiviert wirst du durch Einzelkämpfersituationen und Nichtbeachtung beim Zusammenspiel.

futsaltraining-Tipp: Verhilf dir selbst in solchen Situationen zu noch mehr Gemeinschaftsgefühl, indem du einmal ähnlich agierst wie der Einzelspieler und nach dem Ergebnis der Aktion dich besser in diese Situation hineindenken und –fühlen kannst. Wichtig für das direkte Zusammenspiel und das Team: Stell den Wunsch nach intensivem Miteinander und Kombinationsspiel nicht über die Team-Ziele.

5. Unabhängigkeit

Deine Motivationsenergien: Als Macher willst du deine Ziele so schnell wie möglich erreichen. Dafür wendest du viel Energie auf. Du entscheidest am liebsten im Alleingang. Demotiviert wirst du durch Teambildungsroutinen und endlose Diskussionen.

futsaltraining-Tipp: Diese Spieler wollen auch mal Zusatzaufgaben, die sie überwiegend in Eigenregie durchführen können, also Spieler, die sich im Lernprozess selbst Dinge beibringen und es im Training den anderen vormachen.

6. Neugier

Deine Motivationsenergien: Du bist zu jeder Zeit rundum interessiert. Dein unstillbarer Wissensdurst macht das Lernen für dich zum Genuss. Demotiviert wirst du, wenn dir Informationen und Lernprozesse vorenthalten werden.

futsaltraining-Tipp: Trainingseinheiten, in denen Neues und sportartübergreifendes trainiert wird, verleihen dir Flügel. Nutze einfach jede Möglichkeit, um auch unterschiedliche Sportarten und Disziplinen auszuprobieren– sowohl Medien (Fachzeitschriften, Bücher, Internet) als auch Gespräche und spezielle Spielformen.

7. Angriffslust / 8. Macht

Deine Motivationsenergien: Du gehst häufig auf Konfrontationskurs und nimmst gern Einfluss. Es ist dir wichtig, das Sagen zu haben. Demotiviert wirst du durch Ungerechtigkeiten, denen du dich hilflos ausgesetzt fühlst.

futsaltraining-Tipp: Gewinne an Autorität, indem du Leaderqualitäten zeigst und deine Mitspieler anspornen, loben und motivieren kannst.

So, und nun raus oder rein in die Halle und kicken!