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Liebe Juniorentrainer und Futsalbegeisterte Trainerkollegen,

gerne möchte ich Sie in der Arbeit mit Ihren Kindern unterstützen. Dazu stelle ich Ihnen in diesem Blog immer wieder interessante Trainingseinheiten, -konzepte und -lösungen vor. Um diese Trainingspläne optimal umsetzen zu können ist es sinnvoll, die folgenden Punkte zu beachten:

Trainingseffizienz

Führe jede Übung mit Ball durch. Jede Minute ohne Ball ist kostbare Zeit, die verloren ist.

Baue dein Trainingsprogramm schon vor dem Training auf, damit keine wertvolle Trainingszeit verloren geht. Wenn dies zeitlich nicht möglich ist, sollen die Kinder sich mit dem Ball beschäftigen, während aufgebaut wird. (Jonglieren, Passen, Stoppen, etc).

Baue die Übungen auf mehrere Tore auf, damit die Kinder nicht anstehen müssen. Wenn nur ein Tor zur Verfügung steht, baue die Übung doppelt auf ein Tor auf oder teile die Kinder in 2 Mannschaften ein. Eine Gruppe führt eine Übung mit Tor durch, die andere eine Übung ohne Tor.

Sind zuwenig Tore vorhanden, muss eine Übung mehrfach auf ein Tor aufgebaut werden. Die Übungen sollten dann immer leicht zeitversetzt gestartet werden, damit sich der Torwart jeweils auf einen Schützen konzentrieren kann. Entscheidend ist die Wiederholungszahl jedes Schützen!

Teile die Kinder schon vor dem Training in zwei Teams auf. Das klappt am besten mit Leibchen, die vorab verteilt werden. Das erleichtert das Aufteilen der Kinder bei späteren Übungen und spart Zeit.

Bei Spielformen befinden sich immer alle Bälle beim Trainer am Spielfeldrand. So ist gewährleistet, dass jederzeit ein neuer Ball ins Spiel gebracht werden kann. Nachdem alle Bälle weg sind, sammeln die Kinder die Bälle ein und das Spiel wird neu gestartet. Auf diese Weise bleiben die Kinder im Spiel und es wird nicht zu oft unterbrochen.

Steigere die Übungen von „langsam“ bis „Wettkampfniveau“, also vom „Leichten“ zum „Schweren“.

Machen nur wenige Kinder bei einer Übung Fehler, dann nimm diese kurz aus dem aktiven Spiel heraus und erkläre es diesen Spielern erneut. Haben sehr viele oder sogar alle Kinder Probleme mit der Übung, erkläre diese erneut allen Kindern. Sollte dies nichts bringen, mache die Übung leichter, bis sie funktioniert.

Pädagogische Aspekte

  • Lobe alle Kinder häufig und konkret, denn Kinder mit gesundem Selbstvertrauen lernen viel schneller als ängstliche Kinder.
  • Machen die Kinder die Übung noch nicht richtig, so erkläre die Übung geduldig erneut.
  • Motiviere die Kinder.
  • Übe keine Kritik, sondern zeige den Kindern wie es richtig geht.

Technische Aspekte

Um die Technik der Kinder zu verbessern, sollte den Kindern verboten werden, den Ball ungezielt wegzuschießen, egal in welcher Situation.
Die Kinder sollen lernen, den Ball auch im eigenen Strafraum abzuschirmen und die Situation technisch zu lösen.

Nur so können sich die Kinder weiterentwickeln. Dies erreichst du, indem die andere Mannschaft Freistoß bekommt, wenn einer den Ball einfach „wegbolzt“. Gib deiner Mannschaft dazu Zeit. Die Kinder werden anfänglich noch Fehler machen und möglicherweise auch Spiele verlieren. Langfristig wird der Erfolg jedoch groß sein. Kommuniziere dieses Lernziel an die Eltern der Kinder und bleibe standhaft.

Erlaube den Kindern, Tricks im Spiel auszuprobieren. Nur so entwickeln sich die Kinder im 1 gegen 1. Eine gesunde Mischung aus Alleingang und Abspielen sollte gefunden werden, da Fußball ein Mannschaftssport ist. Baue hierzu Provokationsregeln ein: Z.B.: Tore können nur erzielt werden, wenn einer der Spieler einen Trick ausgeführt hat. Oder: Tore nach einem Trick zählen doppelt oder sogar dreifach.

Trainingsaufbau

Ein Trainingsplan für Kinder von 90 Minuten Länge kann wie folgt aussehen:

A) Aufwärmprogramm ca. 15 Min.

B) Koordination und Torschuss ca. 15 Min.

C) Technik und Torschuss ca. 30 Min.

D) Abschlussspiel ca. 30 Min.

Je nach Lernziel sollte die Dauer einzelner Trainingselemente verändert werden. Das Abschlussspiel hingegen sollte immer mindestens 30 Minuten dauern. Am gemeinsamen Spiel haben die Kinder langfristig den größten Spaß im Fußballtraining.

Bei den einzelnen Trainingselementen sollten folgende Punkte beachtet werden:

A) Aufwärmprogramm

  • Möglichst hohe Variation der Übungen
  • Immer mit Ball
  • Alle Spieler sind in Bewegung
  • Einbauen von elementaren Technikformen, die die Spieler bereits beherrschen

B) Koordination und Torschuss

Entscheidend ist hier, dass die Kinder die Koordinationsübungen auf den Fußballen, sozusagen auf den Zehenspitzen durchführen.

Nachdem die Kinder die Bewegung beherrschen, sollen sie die Übung in höchstmöglichem Tempo durchführen. Danach sollte die Übung verändert werden, um neue Anreize zu setzen. Wettkämpfe und Staffeln sind hierfür besonders gut geeignet.

Achte darauf, dass die Kinder die Arme mitschwingen und die Übungen sauber durchführen. Verbinde einzelne Übungen mit technischen Elementen und/oder einem Torabschluss.

Die Spieler sollen die Fähigkeit erlernen, schnellstmöglich auf unerwartete Situationen reagieren zu können. Durch diese Übungen wird der Grundstein für Schnelligkeit, Reaktionsfähigkeit und Beweglichkeit gelegt.

C) Technik und Torschuss

  • Mache den Kindern die Übung vor. Kinder lernen beim Zuschauen und anschließendem Ausprobieren am besten.
  • Baue die Übung auf so viele Tore wie möglich auf. Die Kinder sollten gerade bei der Technik eine möglichst hohe Anzahl an Wiederholungen machen.
  • Steigere die Übungen von „Leicht“ über „Schwer“ bis hin zum „Wettkampfniveau“.
  • Beginne die Übung langsam, bis sie von jedem verstanden wurde. Erhöhe das Tempo nach und nach, um die Bewegungen zu automatisieren.

D) Spielformen und Taktisches Verhalten

Das Spieltempo sollte möglichst hoch sein, um die technischen, koordinativen und konditionellen Fähigkeiten der Spieler zu verbessern.

Steuerungsmöglichkeiten

  • Alle Bälle sollten beim Trainer sein.
  • Das Spiel sollte ohne Ecke oder Einwurf organisiert sein. Der Trainer spielt einen neuen Ball der Abwehr derjenigen Mannschaft zu, die Einwurf oder Ecke hätte.
  • Spieleranzahl: Je geringer die Anzahl der Spieler, desto höher ist das Tempo.
  • Spielfeldgröße: Je kleiner das Spielfeld, desto höher sind die technischen Anforderungen als auch die Anforderungen an das Zweikampfverhalten.
  • Kontaktzahlbegrenzung: Je geringer die Anzahl, desto höher ist das Spieltempo.

Entscheidend:
Mitspieler müssen aus dem „Deckungsschatten“ hervorkommen und den Ball lautstark fordern.

Sensibilisiere die Spieler für das möglichst häufige einsetzen von Doppelpässen und Tricks und Finten.

Abschlussspiel

  • Alle Bälle sollen beim Trainer sein.
  • Einführen von Belohnungen für Übersteiger, Doppelpässe und andere Tricks, die man vorher in den Technikübungen und Torschussübungen trainiert hat: z.B. Tore nach Übersteigern zählen dreifach. Ein einfacher Übersteiger am Gegner vorbei zählt als ein Tor, usw.
  • Nur noch wenige oder keine Unterbrechungen durch den Trainer.
  • Aufforderung an die Spieler, Tricks auszuprobieren.

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